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Unüberwindbare Aufgaben

Dass du, „mein kleines“ es nicht wahrhaben kannst, dass ich Du bin, verstehe ich.

Wir sehen uns einfach nicht im geringsten ähnlich.

Aber das ist normal; wir verändern uns alle mit dem Beginn der Pubertät.

„ Ja, Ja die Hormone", kam es von dem verschnürten Päckchen von unten.

„ Ehrlich, es ist mir egal, wer du bist und wo du herkommst!“ motzte mich das jüngere Ich an. „ Hilf mir, gefälligst hier raus!“

Kniend versuchte ich (wir) Fingerfertigkeiten auszuüben, um aus der schrecklichen Situation zu entkommen. Diese wurden nur leider von mir (uns) relativ ungeschickt ausgeführt. Die Bänder aus der Hose zu bekommen - die wiederum in den Stuhlbeinen klemmten, war einfach unmöglich. „Hättest du nicht heute was anders anziehen können?! Das wird nix, das hatte früher nicht geklappt und wird auch jetzt nicht funktionieren.“ Schweiß tropfte mir (uns) schon von der Stirn. So sehr ich mich (wir uns) bemühte, die Knoten lösten sich einfach nicht.

„Ich brauche eine Schere.“ Der Blick des am Boden liegenden Knäuels verfinstere sich.

„Ey, Danke für nix. Geh und starte von dort, wo du herkamst. Ich schaffe dass schon alleine!“ Dabei versuchte sich die verschnürte Schüler*in, mit dem Stuhl aufzurichten. „Ich zerschneide nicht meine teure Hose! Finde gefälligst eine andere Lösung!“


Wenn das Material nachgibt, dann entsteht so ein hoher Ton. …wie auch in diesem Fall.

„Das würde ich …“ weiter kam ich nicht. Habe ich echt vergessen, wie stur ich schon als 13-Jährige war?


Unter der größter Anstrengung gelang es mir (uns), wieder vom Boden aufzustehen.

Triangel - der Riss zog sich von der Innenseite des rechten Hosenbeines, bis zu dem geblümten Schlüpfer. (Ich führe diese Peinlichkeit jetzt nicht näher aus).

Einem Schreckensmoment und einem weitern Wutanfall später, saß ich (wir) lachend auf dem Boden des Klassenzimmers.

„Ok, also du bist aus der Zukunft und nur ich kann dich sehen und hören. Ist das korrekt?“ Ich (wir) nickten zustimmend.

„Und du bist lesbisch?“ Das ältere Ich verdrehte seine blaugrünen Augen und zog die linke Braue nach oben, strich sich die roten Locken aus der Stirn und stecke eine Hand in die Hosentasche ihres lilafarbenen Anzuges. „Du sprichst das so aus, als ob es eine Krankheit wäre. Und nochmal: Ich bin Du.“

Die kleinere Sonderausgabe machte große Augen, zog die Mundwickel spöttisch nach oben “Ja, ne ist klar, Omi ... Ich stehe auf Jungs. So etwas wie 'homosexuell' gibt es nicht. Und wenn du meine Retter*in aus der Zukunft bist, mach deinen Job und besorge mir mal was zum anziehen; wird langsam kalt.“


Das ältere Ich stand vom Boden auf und ging durch die Wand - Wortlos.

Das jüngere Ich starrte mit offenem Mund dem Szenario hinterher.

„Ich kann das nicht. Die ist 13 Jahre alt und in der Pubertät! Diese Romey ist schrecklich! Ich kann nicht glauben, dass dieses Kind mein jüngeres Ich sein soll. Bitte gib mir einen anderen Auftrag oder ein besseres Jahr, liebe Zeit-Mentorin. So mit 15 oder 16 Jahren wäre toll.“

Romey klappte den Communicator wieder zu. "Die scheint dies, für eine gute Idee zu halten. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, das ist es bestimmt nicht; nicht im geringsten!"

Wie stellt sich die Mentor*in das bitte vor; immerhin ist es meine jüngere Ausgabe???"


Fortsetzung folgt …

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